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Mi., 28.03.2018

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Erziehungsforscher Klaus Hurrelmann. Foto: imago

Bielefeld (WB). Klaus Hurrelmann (74) ist einer der wichtigsten Gestreiftes Vivetta Wickeltop Gestreiftes Vivetta Wickeltop Gestreiftes Vivetta Gestreiftes Wickeltop Vivetta AxwXqwpt Von 1980 bis 2006 war er Professor an der Universität Bielefeld, heute lehrt er an der »Hertie School of Governance« in Berlin. Andreas Schnadwinkel hat mit ihm über die Folgen der 68er-Bewegung für die Erziehung gesprochen.

Was hat die 68er-Bewegung in der Pädagogik und in der Erziehung ausgelöst?

Klaus Hurrelmann: Ich bin Jahrgang 1944 und schloss mein Studium des damals neuen Fachs Soziologie 1968 an der Universität Münster ab. Pädagogik und Psychologie waren meine Nebenfächer, ich war also nah dran. Während meiner Studienzeit von 1963 bis 1968 war von neuen Konzepten in der Pädagogik kaum die Rede. Erst mit Aufkommen der Studentenunruhen wurden pädagogische Fragen aufgeworfen – zu meiner Überraschung in unheimlicher Schärfe.

 

Waren Sie ein 68er?

Hurrelmann: Ich war durch meinen Geburtsjahrgang ein 68er, aber ich gehörte nicht der 68er-Bewegung an. An der Universität war Erziehung vor 1968 noch kein so großes Thema. Es ging um Ungleichheit und die Benachteiligung von Arbeiterkindern. Das war damals aktuell und ist heute aktuell, wenn man an »bildungsferne Familien« denkt. Von einer Neujustierung der Pädagogik, wie man sie mit der Metapher 1968 verbindet, nämlich dem Wechsel von einer autoritären zu einer anti-autoritären Erziehung, war vor der 68er-Bewegung wenig zu spüren. Dieser Wechsel kam dann ziemlich plötzlich und ziemlich heftig.

 

Wie ist diese Plötzlichkeit zu erklären?

Hurrelmann: Da hatte sich etwas angestaut, ganz klar. Als ich das damals an der konservativen Universität Münster auf mich wirken ließ, wurde mir klar, dass dieser Umbruch in der Pädagogik allerhöchste Zeit war.

 

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Wegen persönlicher Erfahrungen?

Hurrelmann: Ich bin in der Nachkriegszeit groß geworden, meine beiden Eltern waren Anhänger des Nationalsozialismus und machten daraus auch kein Hehl. Mein Vater hat immer geschimpft, dass der Krieg verloren war wegen einiger Stellungsfehler der Armee. Das hat meinen Vater ein Leben lang geärgert.

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»Die glühenden ideologischen Vorstellungen, dass aus so aufwachsenden Kindern starke Persönlichkeiten würden, stellte sich spätestens Ende der 70er Jahre als Illusion heraus.«

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Wie sind Sie als Kind damit umgegangen?

Hurrelmann: Durch Rückzug. Ich habe meinen Vater erst kennengelernt, als ich schon viereinhalb Jahre alt war und er aus Gefangenschaft nach Hause kam. Ich wurde erzogen nach den Maßstäben, die damals durchaus Standard waren und die Handschrift der autoritären Zeit trugen. Wenn ich gegen Regeln verstieß, sagte meine Mutter »Warte, bis Vater nach Hause kommt.« Und wenn Vater da war, wurde ihm mein Fehlverhalten berichtet. Dann ging es mit dem Teppichklopfer in die Speisekammer. Der Schmerz war nicht so schlimm, aber die Demütigung war katastrophal. Ich weiß noch, wie ich als Kind nach einer geeigneten Strategie suchte: Ich passte mich aufs Nötigste an und blieb auf innerer Distanz zu diesem Vater. So wie er wollte ich nicht werden, das sagte ich mir damals immer wieder.

 

Welche Erfahrungen haben Sie in der Schule gemacht?

Hurrelmann: Mein Gymnasium in Norddeutschland hatte noch ein nationalsozialistisch geprägtes Kollegium. Viele Lehrer waren frisch zurück aus Kriegsgefangenschaft und erkennbar traumatisiert. Ich wurde da nicht warm und hatte große Schwierigkeiten. Ich ließ mich in einen Diebstahl verwickeln, mit dem ich mich wohl irgendwie befreien und meinem Vater zeigen wollte, dass ich auch ein Mann sein konnte. Ich bekam einen Verweis und musste mir eine andere Schule suchen. Mein Vater fand das sehr streberhaft, dass ich als erste Person aus unserer Familie auf ein Gymnasium ging. Als ich das Abitur in der Tasche hatte, zögerte ich keinen Moment und zog unmittelbar zuhause aus. Auch vor diesem persönlichen Hintergrund schien mir 1968 eine neue Pädagogik absolut erforderlich. Und das empfanden viele so.

 

Wenn Sie 50 Jahre zurückblicken: Hat 1968 in der Pädagogik mehr Gutes oder mehr Schlechtes bewirkt?

Hurrelmann: Aus heutiger Sicht ist die Bilanz ambivalent, vielleicht sogar etwas negativ. Die Reaktion auf die Erziehung vor 1968 war ein starker Pendelausschlag. Die autoritäre Erziehungstradition, wie sie auch meine Eltern nicht anders kannten, wurde von einem Moment auf den anderen völlig zu Recht als unhaltbar, entwürdigend und menschenverachtend klassifiziert. Die Gegenbewegung der 68er war aber ihrerseits absolut ideologisch. »Wir wollen uns keiner Autorität unterwerfen«, »Wir sind uns selbst genug« – das war das Credo. Der Glaube war, dass nur eine selbstbestimmte Handlung ohne das Setzen irgendwelcher Grenzen von außen Menschen stark machen würde.

 

Kann das im Erziehungsalltag funktionieren?

Hurrelmann:T Feinstrick Rochas Shirt mit Rochas T Shirt qqYtB In der Fachsprache nennt man das »permissive Erziehung«, es handelt sich um das Gegenteil der autoritären Erziehung. Dabei nehmen sich Vater und Mutter und auch die Berufspädagogen völlig zurück und überlassen alles den Kindern. Das war die Essenz der Gegenbewegung. 1968 fiel die Erziehung also von einem Extrem in das andere Extrem. Die glühenden ideologischen Vorstellungen, dass aus so aufwachsenden Kindern starke Persönlichkeiten würden, stellte sich spätestens Ende der 70er Jahre als Illusion heraus. Das Ergebnis war, dass die Kinder verunsichert waren und sich von ihren Eltern vernachlässigt fühlten. Den Kindern fehlten Orientierung, Bewertung und Rückmeldung.

 

Wann ließ man von dieser Ideologie ab?

Hurrelmann: Anfang der 80er Jahre begann dann endlich die Diskussion darüber, dass der Ausschlag des Pendels wohl zu stark war. Und es stellte sich die Erkenntnis ein, dass der bessere Erziehungsstil wie immer aus beiden Komponenten besteht: selbstverständlich mit einer guten Dosis Autorität der Eltern und der Lehrer – unter Berücksichtigung der kindlichen Bedürfnisse. Beide Methoden, autoritär und antiautoritär, waren überhaupt nicht zielführend, denn am Ende standen eben keine starken, leistungsfähigen und sozial kompetenten Persönlichkeiten.

 

Hat sich der Mittelweg durchgesetzt?

Hurrelmann: Eltern haben auf eine mehr oder weniger nüchterne und pragmatische Erziehung umgeschwenkt. Das läuft dann unter Slogans wie »Liebevolle Strenge«. Auf die gute Mischung kommt es an.

 

Geht die umstrittene Lehrmethode »Schreiben nach Gehör« auf 1968 zurück?

Hurrelmann: Das trifft es ganz gut, diese Annahme, das Kind erst einmal selbst machen und sich finden zu lassen. Hier lässt die Pädagogik laufen, das ist ein Ausfluss der antiautoritären Bewegung.

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»Was mich theoretisch und praktisch gestört hat, ist die Leugnung der wissenschaftlichen Tatsache, dass ein Kind immer das Angebot einer Struktur braucht.«

Klaus Hurrelmann, Erziehungswissenschaftler

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Wie sieht Ihre Bilanz aus?

Hurrelmann: Die 68er-Bewegung hat alles kaputt gehauen und eine schreckliche Einseitigkeit in die Pädagogik gebracht. Aber wahrscheinlich war das nötig, um von der autoritären Schiene herunterzukommen. Heute können wir sagen, dass wir in Deutschland auch im internationalen Vergleich ein Erziehungsmuster haben, das als Vorbild dient.

 

Hat die 68er-Bewegung pädophile Skandale wie an der Odenwaldschule begünstigt?

Hurrelmann: Ja, selbstverständlich. Das ist ja das Tückische an der Entwicklung. Wenn der Freiraum zur Entfaltung kindlicher Bedürfnisse steigt, was mache ich dann mit der Rolle des Pädagogen? Mit der 68er-Pädagogik wurde die Rolle heruntergezogen auf die Ebene des Kindes. Der Pädagoge wollte ja nicht in die Handlungen eingreifen, er wollte sich gleich machen. Die Fassade von duldender, akzeptierender Pädagogik war ein Einfallstor für Missbrauch. Es hat lange gedauert, bis wir verstanden haben, dass so etwas überhaupt möglich ist.

 

Sind Sie als Erziehungswissenschaftler im Laufe der Jahre strenger geworden?

Hurrelmann: Trotz meiner ei­genen Erfahrungen mit dem autoritären Pendelschlag ging mir der antiautoritäre Pendelschlag zu weit. Was mich theoretisch und praktisch gestört hat, ist die Leugnung der wissenschaftlichen Tatsache, dass ein Kind immer das Angebot einer Struktur braucht – und meistens die Vorgabe einer Struktur, an der es sich reiben und diese verändern kann. In der Hochkonjunktur der antiautoritären Bewegung wurde das als »rechts« und »konservativ« wahrgenommen. Und das war ich auch. Ich bin überzeugt, dass regellose Zustände bis hin zur Anarchie für die Entwicklung eines Kindes sehr gefährlich sind.

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